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Geschichte des Kupferbergbaues 

Eine Geschichte, die wie eine Sage klingt.

Spuren & Funde weisen auf ein über 4000 jähriges, prähistorisches Industriezentrum hin, das in der Zeit von 2000 bis 800 v. Christus seine Blütezeit erreichte. Auf über 190 nachgewiesenen Schmelzplätzen kann man 4000 Jahre alte Schlacken finden.

 

Etwa 2000 Jahre lang blieb der alte Bergbau vom Mühlbacher Mitterberg den Menschen verborgen. Wäre es da nicht im Jahr 1827 zu einem Vorfall gekommen, der heute wie eine Sage klingt und trotzdem auf Wahrheit beruht.

 

Eine Wegverbindung von Bischofshofen nach Mühlbach entlang des tiefen Grabens gab es noch nicht. Mit seinem Fuhrwerk, beladen mit Mehlsäcken und einigen Laiben Brot, mühte sich der Bauer vom Rapoldgut Johann Glatzhofer auf die Passhöhe des Mitterberges. Dort überprüfte er seine Ladung und bemerkte, dass er einen Brotlaib bei der Fahrt verloren hatte. Als er wenig später seinen Schwiegersohn Thomas Plänk traf, versprach er diesem, den Laib behalten zu dürfen wenn er ihn fände. Bald hatte Thomas Plänk den Laib gefunden, aber gleichzeitig noch etwas viel Aufregenders. Im Bachbett des Roßbaches glänzte es golden, eine ausgewaschene Ader des gelben Erzes blinkte unter dem Wasser. Thomas Plänk glaubte, er habe Gold gefunden - und sei ein reicher Mann! 

 

Am nächsten Tag pickelten er, seine Frau, Knecht und Dirn im Rossbach und stapelten das vermeintliche Gold im Kelleer des Bauernhauses. Ein Versuch im Keller das Erz zu schmelzen misslang und fast wäre der Bauernhof dabei abgebrannt. Ein "Rutengänger" namens Peter Brunner, den Thomas Plänk um Hilfe bat, erkannte, dass es sich nicht um Gold sondern um schönes Kupferkies handelte. Brunner zeigte ein Stück Erz dem damaligen k.k. Oberhutmann Zötl vom Eisenwerk Pillersee in Tirol. Mit 51 Geldgebern wurde am 25. November 1829 die "Mitterberger Kupfergewerkschaft" gegründet und noch im selben Jahr der erste Grubenbau, der Mariahilf Stollen am Roßbach, angeschlagen....